|
Auf der einen Seite leben Europäer in einem gemeinsamen Wirtschafts- und
Währungsraum und benötigen kaum noch eine Fremdwaehrung. Auf der anderen
Seite greifen viele Anleger auf alternative Anlageformen wie Aktienfonds zurück,
die nicht selten in einer Fremdwaehrung aufgelegt sind. Ein Anleger muss sich
heutzutage mit dem Thema Fremdwaehrung auseinander setzen können, um eine
erfolgreiche Anlagestrategie zu realisieren.
So kann es leicht passieren, dass ein zunächst erfolgreiches Engagement in
eine amerikanische Aktie oder einen Aktienfonds, der Schwellenländer abdeckt,
durch die Bewertung der Fremdwaehrung im Vergleich zum Euro zu einem Verlust wird.
Wer in einen Aktienfond investieren möchte, sollte deshalb entweder einen
in Euro aufgelegten Fonds auswählen oder sicherstellen, dass ein in einer
Fremdwaehrung notierter Fonds gegen Risiken der Fremdwaehrung abgesichert ist.
Ein ähnliches Risiko besteht bei Anleihen. Isländische und ungarische
Anleihen werden zeitweilig mit zweistelligen Zinssätzen verzinst. Wurde die
jeweilige Fremdwaehrung jedoch bis zum Verkauf der Anleihe im Vergleich zum Euro,
also zur Alltagswährung des Anlegers, um mehr als 10% abgewertet, war das
finanzielle Engagement des Anlegers ein Verlust.
Direkt auf den Wechselkurs einer Fremdwaehrung zu spekulieren ist eine Kunst,
die selbst Finanzprofis kaum beherrschen. Derivate auf Wechselkurse sind ein Glücksspiel.
|