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Wird ein Kredit in einer ausländischen Währung und nicht in der eigenen
Heimatwährung aufgenommen, spricht man von einem Fremdwährungskredit.
Der endfällige Fremdwährungskredit, bei dem man während der Laufzeit
nur die Zinsen bezahlt und das Kapital am Ende der Laufzeit in einem Betrag zurück
bezahlt, wird sehr gerne für Immobilienfinanzierungen eingesetzt. Dies deshalb,
weil dieser bis zu 40% günstiger als ein Euro Kredit ist.
Üblicherweise weist der Fremdwährungskredit, den europäische
Banken meistens nicht zweckgebunden, sondern zur freien Verfügung bereitstellen,
eine auf Euro lautende Basiswährung auf. Das bedeutet für den Kreditnehmer,
dass er die durch den Fremdwährungskredit angeforderten Finanzierungsmittel
in Euro bezieht und der Umfang der Kreditschuld von einer ausländischen Währung
abhängt.
Zur Feststellung des Zinssatzes bezieht sich die Bank auf bestimmte Referenzzinssätze,
die regelmäßig dem Niveau am Geld- und Kapitalmarkt angepasst werden.
Das Zinsniveau ist in der regel wesentlich niedriger als beim Euro (zB Franken,
Yen), die Zinsschwankungen verlaufen meist parallel.
Der große Vorteil eines Fremdwährungskredites liegt in der Ansparung
des Tilgungskapitals. Im Gegensatz zu einem laufend getilgten Kredit werden die
Tilgungsraten in ein Ansparprodukt (Fonds, Lebensversicherung) einbezahlt und
laufend verzinst. Diese Guthabenzinsen reduzieren die Kreditzinsen ganz erheblich,
die Gesamtzinsbelastung kann dadurch bis unter 1% reduziert werden.
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