|
Fremdwaehrungskredite profitieren von dem volkswirtschaftlichen Zusammenspiel
der verschiedenen Währungen. Grundsätzlich handelt es sich um gewöhnliche
Kredite, die wie inländische Bankenkredite mit verschiedenen Tilgungsmodalitäten
oder Rahmenbedingungen aufgenommen werden können. Im Unterschied dazu werden
Fremdwaehrungskredite jedoch in einer ausländischen Währung bei einer
ausländischen Bank aufgenommen, wobei der ausgezahlte Betrag allerdings stets
auf den Euro als so genannte Nominalwährung bezogen wird.
Beispielhaft formuliert nimmt der Kreditnehmer also bei einer schweizerischen
Bank Fremdwaehrungskredite in Höhe von 1000 Schweitzer Franken auf. Dafür
bekommt er bei dem derzeitigen Wechselkurs etwa 620 Euro ausgezahlt.
Die Vorteile solcher Fremdwaehrungskredite liegen insbesondere in zwei Punkten.
Zum einen können die Zinsen der Fremdwaehrungskredite - die ja immer auf
den Euro als Nominalwährung hochgerechnet werden müssen - durch diese
Umrechnung niedriger ausfallen als das bei einem inländischen Kredit der
Fall wäre. Dieser Effekt der Fremdwaehrungskredite ergibt sich immer dann,
wenn der Kredit in einer Währung mit einem sehr niedrigen Wechselkurs aufgenommmen
wird, weshalb diese für Fremdwaehrungskredite besonders beliebt sind.
Desweiteren besteht stets die Chance so genannter Währungsgewinne. Diese
entstehen, wenn die Kreditwährung - im obigen Fall also der Schweitzer Franken
- in ihrem Wert steigt. Dann muss insgesamt weniger für die Rückführung
des Kredits aufgewendet werden, sodass beim Kreditnehmer durch Fremdwaehrungskredite
ein Gewinn entsteht.
|