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Bei der Finanzierung einer Immobilie reicht das Eigenkapital in den seltensten
Fällen aus, um sich den Traum vom Eigenheim sofort und ohne Hypothekenkredit
zu erfüllen. Oft ist ein Hypothekenkredit selbst dann noch erforderlich,
wenn die Bauwilligen schon früh angefangen haben, sich mit einem Bausparvertrag
ein zinsgünstiges Bauspardarlehen zu sichern.
Das führt dazu, dass in Deutschland die meisten Immobilienkäufe zu
einem Anteil von über 50 % mit einem Hypothekenkredit finanziert sind. In
einigen seltenen Fällen macht der Hypothekenkredit sogar 100 % der Investitionssumme
aus. Eine sogenannte 100%- oder Vollfinanzierung ist aber in keinem Fall zu empfehlen.
Sie ist mit besonders hohen Risiken verbunden und stellt höchste Anforderungen
an den Darlehensnehmer eines Hypothekenkredit.
Dieser zahlt die monatlichen Raten (Zinsen und Tilgung) durch ein Teil seiner
monatlichen Einnahmen ab. Fallen diese Einnahmen durch einen Jobverlust weg, hat
das dramatische Folgen. Da sich der Hypothekenkredit nicht selten auf 150.000
Euro und mehr beläuft, ist die monatliche Belastung nämlich besonders
hoch.
Wenn eine dauerhafte Tilgung des Hypothekenkredit nicht mehr möglich ist,
kann es sogar soweit kommen,dass das Haus zwangsversteigert werden muss. In diesem
Fall liegt der Erlös meist so niedrig, dass der Hypothekenkredit nicht abgelöst
werden kann. Der ehemalige Hausbesitzer hat dann kein Haus mehr, behält aber
einen teilweise die Schulden aus dem Hypothekenkredit.
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